Dlf 21.08.2026
08:33 Uhr

Schiffswracks und versunkene Ruinen  - Experten drängen auf Ratifizierung der UNESCO-Konvention zum Schutz des Unterwasser-Kulturerbes


Archäologen kritisieren die nach wie vor ausstehende Ratifizierung der UNESCO-Konvention zum Schutz des Unterwasser-Kulturerbes. Auch wenn in den vergangenen Jahren jede Bundesregierung ihre Bereitschaft erklärt habe, sei der Schritt bislang ausgeblieben, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie dem Deutschlandfunk mit.

Schiffswracks und versunkene Ruinen  - Experten drängen auf Ratifizierung der UNESCO-Konvention zum Schutz des Unterwasser-Kulturerbes
In der DEGUWA sind neben Archäologen Wissenschaftler anderer Fachgebiete und Sporttaucher zusammengeschlossen. Die Ratifizierung verzögert sich seit Jahren aufgrund offener Rechtsfragen zwischen Bund und Ländern. Vor gut einem Monat wandte sich die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit einer Anfrage zu dem Thema an die Bundesregierung. Die Antwort lag heute früh noch nicht öffentlich vor.
Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen hatte das Übereinkommen vor 25 Jahren verabschiedet. Inzwischen rief die UNESCO den heutigen 21. August zum "Internationalen Tag des Unterwasserkulturerbes" aus, um weltweit den Blick auf versunkene Schätze und historische Stätten zu lenken. Experten zufolge sind Schiffswracks oder historische Ruinen im Meer massiv durch Plünderungen, kommerzielle Schatzsuche und industrielle Schleppnetzfischerei gefährdet. Zudem drohten die Erwärmung und Übersäuerung der Ozeane infolge des Klimawandels jahrhundertealte Fundstücke zu beschädigen.
Diese Nachricht wurde am 21.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.